Don´t fight the NOW.

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Quelle: Nicole

Meine kleine Anekdote zum Thema “Don´t fight the NOW” und das gepostete Bild passen geografisch erstmal nicht zusammen, die Geschichte spielt in Hampi in Indien und das obige Bild ist in Litauen entstanden. Doch eine Gemeinsamkeit verbindet, etwas ist,  sagen wir mal “dumm gelaufen”. Also was war los in Hampi?

Wie so gar nicht ungewöhnlich für Urlauber in Indien ereilte auch mich der Klassiker “verdorbener Magen”. Nach 10 Stunden Dauerübergeben stand ich auf noch recht wackeligen Beinchen vor einem anderen Mitbewohner des Hostels und erklärte mein Verschwinden der letzten 10 Stunden und dass jetzt auch noch das selbe Schicksal meine Schwester getroffen hätte. Woraufhin der andere Deutsche, der halbjährig in Schottland und den Rest des Jahres in Auroville lebt, mir mit einem sanften Lächeln auf den Lippen erwiderte: “Don´t fight the NOW” und ein breites Grinsen zog sich über sein Gesicht. Ich schaute sicherlich erstmal ziemlich verdattert drein, hatte ich wohl eher mit so etwas wie Mitleid gerechnet? Dann schmunzelte ich aber recht schnell über mich selbst  und lief zurück zu unserer Bambushütte und erzählte meiner Schwester, die aufgrund ihres gesundheitlichen Zustandes noch nicht so ganz offen für solche Weisheiten war, was ich gerade gelernt hatte.

Heute können wir darüber lachen, dieser Satz ist wirklich fantastisch. So einfach, so klar und unmissverständlich. Man kann sich selbst oder wahlweise auch andere so recht schnell aus dem Tunnel, in dem man sich gerne mal verläuft, raus holen.

Auch hier lässt sich prima der Haken zur eigenen Yogapraxis schlagen. Was bedeutet “Don´t fight the NOW” für meine eigene Yogapraxis? Hier gibt es viele Ansätze. Jeder Yogi kennt das, es gibt Lieblingsasanas, die können wir dann in der Regel auch ganz gut und Asanas auf deren Praxis wir gerne verzichten würden, meistens können wir die auch gar nicht so gut… Kommt also von dem Lehrer die Ansage einer Asana, die eher auf der “Mag ich nicht Liste” steht, bei mir zum Beispiel  ganz oben die gegrätschte Vorwärtsbeuge, spielt sich in unserem Kopf oft schon ganz automatisch ein “Ich bin DAGEGEN Programm” ab: “Oh nein, nicht diese Übung, oh wie lange den noch, mir tut schon alles weh, die Übung ist nichts für mich…”

Rufen wir uns in diesem Augenblick “Don´t fight the NOW” zu, können wir es schaffen die Asana als das anzunehmen, was sie in ihrer reinsten Form ist. Sei es in diesem Fall eine einfache Vorwärtsbeuge, ohne unsere vorgefertigte Meinung über sie mit einfliessen zu lassen. So lernen wir, auch in Situationen in denen es für uns haarig wird, anzunehmen, zu üben und dadurch zu wachsen.

Namasté.

 

 

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