Inside Out

Yoga-Blog-Glueck-3

Quelle: Nicole

Vom Suchen und Finden des Inneren Glücks.

Letztes Jahr besuchte ich einen Meditiationsworkshop im Lotusherz mit dem buddhistischen Mönch Angduc Tsering.  Angduc erzählte uns eine Geschichte aus seiner Anfangszeit in Deutschland, die mir bis heute in Erinnerung geblieben ist und mir in Zeiten, in denen es  turbulent zugeht, Kraft gibt, weil ihre Botschaft so klar und einfach ist. Angduc hatte Folgendes zu erzählen: In seiner Anfangszeit in Deutschland arbeitete er in einem Restaurant als Tellerwäscher. Tagein tagaus wusch er das ganze Geschirr und trug dabei immer ein Lächeln im Gesicht und ein Liedchen auf seinen Lippen. Eines Tages fragte ihn seine Chefin, wie er dass denn mache, immer so gut gelaunt und fröhlich zu sein, wo er doch einen so langweiligen Job habe. Woraufhin Angduc ihr Folgendes erwiderte: Wieso sollte ich nicht fröhlich sein, es liegt ja ganz allein in meiner Hand. Ich entscheide welche Reize von außen, welches Gefühl, welche Gedanken und Taten in mir auslösen. Ich entscheide inwieweit ich die äußere Welt an mein inneres Glück heranlasse. Sagt zum Beispiel jemand etwas Negatives über mich, nehme ich diese Worte wahr, höre sie an. Doch dann komme ich an den Punkt, an dem ich frei bin zu entscheiden: mit welcher Wucht lasse ich diese Worte mich treffen, welche Gefühle lösen sie in mir aus und zu welchen Taten entscheide ich mich. Wir sind frei in jedem Moment, egal wie die äußeren Umstände aussehen.

Dieses Prinzip lässt sich auch gut auf die eigene Yogapraxis übertragen. In der Yogastunde kommen Anweisungen vom Yogalehrer, ich als Schüler nehme diese wahr und setzte sie um. Aber wie ich das mache, mit welcher Intensität ich heute praktizieren möchte, was sich heute an diesem einen Tag gut und richtig für meinen Körper anfühlt, entscheide ich ganz alleine für mich.

“Das Glück auf dem äußeren Weg zu erhoffen ist ein Irrtum, wir müssen uns nach innen wenden, weil das Verstricktsein in die äußere Welt auf der Suche nach immer mehr und andauernd anderen Dingen so viel Leid mit sich bringt.”

Angduc Tsering.

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